Globalisierung und ihre Folgen für die Wirtschaft -

speziell aus der Sicht der OECD-Staaten
 

SFI Sustainable Future Instructions (www.sustain-future.org) Consultancy in Sustainability    , German-Japanese Cooperation: DESD-Project

Wirtschaft:

Die OECD-Staaten sind erheblichen wirtschaftlichen Veränderungen ausgesetzt (besonders jene mit überkommenen Strukturen), bedingt durch die Globalisierung ihrer Wirtschaften. Die sich daraus ergebenden Folgen werden durch die sich im Wandel befindende Gesellschaft verstärkt. Die Auswirkungen sind ambivalent



Merkmale der Globalisierung  

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  • Rascher Technologiewandel durch Innovationen und Beschleunigung des Technologietransfers, 

 

  • Gradueller Abbau von Handelsbarrieren und stark wachsendes Handelsvolumen,

Die Nicht-OECD-Staaten werden 2020 im Welthandel gegenüber 1995 (23%), einen Anteil von 27% haben, der der OECD-Staaten wird von 67% auf 59% sinken. Beim Anteil am Welt-BIP werden die OECD-Staaten einen Rückgang von 61 auf 49% zu erwarten haben, der der Großen Fünf (China, Indonesien, Indien, Brasilien, Rußland) wird jedoch von 21 auf 31% steigen (OECD). 

  • Verlagerung von Produktionsstandorten in junge Schwellenländer aufgrund erheblicher Kostenunterschiede, 

 

  • Fortschreitende Kostensenkung bei der Raumüberwindung durch Einsatz neuer Kommunikationstechnologien

 

  • Zusammenwachsen ganzer Regionen zu Märkten und das Entstehen neuer Wachstumsregionen, u.a. durch demographische Verschiebungen, 

In Asien wird die Bevölkerung von 1995-2025 um 28% zunehmen, in Europa um 4% abnehmen,. d.h. Europas Anteil an der Weltbevölkerung wird von 12,8%  auf 8,7% zurückgehen; der Asiens von 60,4 auf 59,5%.(UNO). Schon heute erwirtschaften die Entwicklungsländer (80% der Weltbevölkerung) 50% des globalen Bruttosozialprodukts. 

Fazit:

Globale Wettbewerbsfähigkeit wird bedeutsamer und nationale Wirtschaften haben sich diesen neuen Gegebenheiten anzupassen. Vollzieht sich dieser Wandel nicht bzw. nur sehr langsam, wie in den 'alten' Industrieländern, so erhöht sich u.a. die Zahl der Arbeitslosen ('jobless growth'), und die Überalterung ihrer Bevölkerung macht es ihnen zudem schwieriger, die gesetzlich vorgeschriebenen Sozialleistungen zu erbringen. 
Bis 1995 hat sich weltweit die Zahl der 65-jährigen und Älteren gegenüber 1950 verdreifacht, von 131 Mio. auf 371 Mio. und bis 2025 wird sich diese Zahl wiederum verdoppeln. Europa und Japan sind davon besonders betroffen (UNO). 

 
Schlußfolgerungen:

Die Wirtschaft auf nationaler Ebene muß sich demnach den globalen Herausforderungen stellen. Nationale Alleingänge entfallen, da der einzelne Staat wenig Einfluß auf die Weltwirtschaft hat. Damit verlieren Regierungen einen Großteil ihres traditionellen Einflusses auf Politikbereiche. Vollzieht sich die ökonomische Globalisierung nicht, so folgt die 'kulturelle Erstarrung'. Vor diesem Hintergrund ist Wirtschaft auf 'Neues Denken' angewiesen.

   Bildung muß deshalb als absolut hochrangig angesehen werden und eine prioritäre Stellung innerhalb der Standortfaktoren einnehmen, um globale Handlungskompetenz zu gewinnen. Dazu gehören Weltkenntnis, Weltverständnis aber auch das Sichleitenlassen durch verantwortungsethische Prinzipien (der Eine-Welt-Ansatz und 'Nachhaltiges Wirtschaften). Nachhaltiges Wirtschaftswachstum hat die Umweltressourcen zu erhalten, auf denen alle menschlichen Aktivitäten basieren. Zugleich muß es aber auch den Bestand an Human- und Sozialkapital nachhaltig sichern (OECD, 1997).

Literatur: OECD: C/MIN(97) COUNCIL Council at Ministerial Level, 26-27 May 1997 ECONOMIC GLOBALISATION AND THE ENVIRONMENT ,1997